TTC Albungen 50 Jahre jung
1962 – 2012
50 Jahre jung – darauf sind wir stolz!
Ein herzlicher Gruß allen Freunden, Gästen und Gönnern, die mit uns den 50. Geburtstag feiern wollen.
Wir sind stolz darauf, der älteste eigenständige Tischtennisverein der Region um Eschwege zu sein, der trotz seiner 50 Jahre bemerkenswert jung geblieben ist: Im Denken der Führung und in den sportlichen Erfolgen seiner Sportlerinnen und Sportler sichtbar. In den fünf Jahrzehnten hat sich der TTC sehr gut entwickelt, ist zu einem der leistungsstärksten Clubs der Region gewachsen, in dem sowohl der Leistungs-, wie auch der Breitensport gefördert werden.
Eine Bilanz der 50 Jahre kann positiver kaum ausfallen. Den Erfolg und die positive Entwicklung verdankt der TTC einer in den all den Jahren sehr engagiert arbeitenden und um das Wohl und Image des Clubs bemühten Vereinsführung, die gute Voraussetzungen für die Aktiven schuf. Die Sportlerinnen und Sportler bedankten sich dafür mit großartigem Einsatz, der sich in vielen Siegen und Erfolgen bis auf Bezirks- und Landesebene dokumentiert.
Gibt es ein Geheimnis der Erfolge? Da ist einmal der gesunde Leistungswille der Aktiven, die zielstrebig auf den Erfolg hinarbeiten, auch Rückschläge wegsteckten. Ganz wichtig war und ist aber auch, dass Spielerinnen und Spieler, die aus anderen Orten zum TTC Albungen kamen, sich hier nie als Fremde fühlten, in Albungen eine neue sportliche Heimat fanden, sich einfach wohl fühlten. Nur so konnte Leistung wachsen.
Stolz sind wir auch darauf, zu den Pionieren des Frauen-Tischtennissportes in der Werra-Region zu gehören. 1962, vor 50 Jahren, stellte der TTC Albungen die erste Damenmannschaft im damaligen TT-Kreis Eschwege, verlieh dem Damensport damit wichtige Impulse. Auch heute noch ist das so, denn aktuell schickt der TTC Albungen noch immer drei Damenmannschaften in die Punktekämpfe. Siegfried Furchert, 1. Vorsitzender
Wie der Tischtennissport nach Albungen kam
Wenn ein Sportverein seinen 50. Geburtstag feiert, ist das eigentlich nichts Außergewöhnliches. Für uns, den 1962 gegründeten Tischtennisclub Albungen schon, denn der TTC ist damit der älteste selbstständige Tischtennisverein im ehemaligen Altkreis Eschwege: Denn bis zum Januar 1962, als 27 vom Tischtennis begeisterte Albunger im Gasthaus Ruelberg diesen Club gründeten, waren es nur den Vereinen in Eschwege und Umgebung angeschlossene Abteilungen, die sich mit ihren Aktiven zum Wettkampf stellten. Der TTC Albungen war der erste Club, der sich auf eigene Füße stellte, und der, das kann man mit berechtigtem Stolz behaupten und wie viele Aktivitäten und großartige Leistungen bestätigen, in den 50 Jahren seines Bestehens bemerkenswert „jung“ geblieben ist. Nach einem Festmotto musste man also nicht lange suchen.
Überhaupt gehört der Tischtennissport zu den „jungen“ Sportarten, die im Werra-Meißner-Kreis relativ spät Anhänger fanden. Als sich 1945 der Deutsche Tischtennis-Bund in Witzenhausen nach den Kriegswirren neu gründete, flogen zwar schon in Eschwege und Witzenhausen in Vereinen die Bälle, doch erst in den 50-iger und 60-iger Jahren erlebte dieser Sport in der Region einen enormen Aufschwung.
Der 1. Vorsitzende versucht, den Werdegang und Aufstieg seines Vereines zu einem der leistungsstärksten Clubs des Werratales in groben Zügen nachzuzeichnen. Genau genommen könnten die Albunger bereits den 51. Geburtstag feiern, denn die ersten Ballkontakte hatten die Tischtennisfans schon 1961 unter dem Dach des Radfahrvereins Edelweiß Albungen. Und das kam so: Edgar Elbrecht war es, der vor 45 Jahren in Albungen die Begeisterung für den Tischtennissport weckte. Edgar Elbrecht machte in dem Eschweger Industriebetrieb Raussendorf Bekanntschaft mit Schläger und Zelluloidball. Elbrecht: „Ein sportbegeisterter Chef stellte für uns eine Tischtennisplatte auf, an der wir in den Pausen spielen konnten. Das gefiel mir so gut, dass ich so etwas auch in Albungen organisierte“. Interessenten fand Edgar Elbrecht schnell.
Die Gruppe schloss sich dem Radfahrverein Edelweiß an, und nachdem der RV-Vorsitzende und Schreinermeister Fritz Berneburg die erste Platte zimmerte, flogen im Gruppenraum der neuen Schule, heute das Dorfgemeinschaftshaus, die Bälle.
Auch zu den ersten Punktspielen traten die Albunger 1961 noch als Radfahrverein an, als das Team mit Jürgen Bartholomäus, Rolf Wiegand, Peter Schümann und Lothar Furchert im ersten Serienspiel beim TV Schwebda mit 4:7 unterlag. Kein Auftakt nach Wunsch, aber die ersten Erfolge ließen nicht auf sich warten: Am 21. November 1961 siegte das RV-Team recht deutlich 7:1 gegen SV 07 Eschwege IV, wenig später 7:2 gegen Rot-Weiß Bischhausen. Verständlicher Jubel unter den Albunger Youngstern, der das Feuer der Begeisterung weiter schürte. Die Spielberichte dieser ersten Partien sind übrigens immer noch vorhanden.
Der erste Erfolg motivierte. Die Albunger trainierten eifrig und da schlagartig ein Mitgliederzulauf einsetzte, war der Trainingsraum in der Schule bald viel zu klein. Rolf Wiegand, einer der Albunger Tischtennis-Pioniere und als einziger aus dieser 1961-er Mannschaft heute noch aktiv: „Alle wollten, aber immer nur zwei oder vier konnten an der einen Platte spielen. Wir mussten uns etwas überlegen“. Also suchten sich die TT-Fans eine neue Bleibe – und fanden sie im Saal des Gasthofes „Heiligenstein“.
Eine Idee in die Tat umgesetzt
Das wiederum gefiel den damals Verantwortlichen des Radfahrvereines nicht. Willi Brüssler, ebenfalls Spieler der ersten Stunden: „Wir fanden damals wenig Unterstüt-zung beim Vorstand des Radfahrvereins – der Zirkus ging los!“. Da aber die „zornigen jungen Männer“ der TT-Abteilung nicht nachgaben, war die Trennung vom RV Edelweiß unvermeidlich. Rolf Wiegand erinnert sich: „Die Idee eines eigenen Vereines fand begeisterte Anhänger – sie war bald in die Tat umgesetzt“.
Heute, vier Jahrzehnte später, erweist sich die sportliche Trennung vom Radfahrverein immer noch als richtig. Die Unstimmigkeiten von damals sind allerdings längst vergessen, Tischtennis- und Radfahrverein Edelweiß pflegen heute eine friedlich-freundschaftliche Nachbarschaft.
Das Protokoll der Gründungsversammlung am 1. Januar 1962 verrät, dass sich 27 Frauen und Männer anmeldeten, die Theo Münkel zum 1., Erwin Schill zum 2. Vorsitzenden und Rolf Wiegand zum Kassenwart wählten, der dieses Amt auch im 50. Jahr noch bekleidet.
Die erste eigene Tischtennisplatte schaffte sich der TTC nach einer Spendenaktion an. Der Aufschwung ließ nicht lange auf sich warten, zumal der TTC bald regen Zulauf von jungen Akteuren aus den umliegenden Gemeinden (Jestädt, Wellingerode, Abterode) registrierte. Und einen neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder auch: Von 1964 an bis heute, nunmehr 48 Jahre, führt Siegfried Furchert den Verein.
Damen-Hochburg Albungen
Für den Aufschwung im TTC ist eine Tatsache von großer Bedeutung: Von der Gründung an spielten auch Mädchen und Frauen gleichberechtigt im TTC, was sich sehr positiv auf das Vereinsklima auswirkte. Schon damals wurde der Grundstein dafür gelegt, dass der TTC Albungen eine auf Kreisebene fast beispiellose Erfolgsbilanz über nun schon 50 Jahre aufbaute. Kein Verein der Umgebung darf sich rühmen, so lange und ununterbrochen im Damensport aktiv und erfolgreich gewesen zu sein. Der langjährigen Kreispressewart Helmut Wiegand, ebenfalls Vereinsmitglied und viele Jahre Jugendwart, prägte den Begriff von der „Albunger Hochburg des Frauen-Tischtennissportes“, der bis in die Neuzeit Gültigkeit besitzt.
Um überhaupt spielen zu können, trat das erste Albunger Damenteam mit Karla Liebert, Ingrid Mell, Margit Meyer und Irene Bohlender in der Saison 1963/64 in der Jugendklasse an, da noch keine Damen-Kreisklasse existierte. Im ersten Punktspiel unterlagen die TTC-Damen in Jestädt mit 3:7. Eine der wenigen Niederlagen.
Das änderte sich, denn bald ging es im Kreis mit dem Damen-Tischtennis aufwärts, als sich weitere Mannschaften anmeldeten. Schon 1965 titelte die Heimatzeitung Werra-Rundschau: „Albungen führt in der Damenklasse“. Doch nicht alle Gegner hielten durch. Anfang der 70-iger Jahre spielte das Albunger Team, weil es für einige Zeit keine Damen-Kreisklasse mehr gab, in der Herren-C-Klasse weiter. Als ersten großen Erfolg feierten die TTC-Damen 1973 den 2. Platz bei der hessischen Landes-Pokalendrunde.
Der Aufstieg der Damen
So richtig aufwärts ging es mit dem Albunger Damensport aber erst ab der Saison 1975/76, als die Mannschaft als Meister der Bezirksliga und mit sensationellen 42:0 Punkten in die Landesliga aufstieg. Möglich war das vor allem durch den Zugang von Ilona Wirth damals auf Platz neun der hessischen Juniorinnen-Rangliste, die vom Eschweger TSV in das Werradörfchen wechselte. In Albungen war Ilona Wirth ein Vorbild, das mit seinem spielerischen Können die Mannschaftskameradinnen Irene Eberhardt, Margot Furchert, Eva Stöber und später Christa Hildenbrandt zu immer besseren Leistungen mitzog und großen Anteil am nun einsetzenden Höhenflug dieser Mannschaft hatte.
Ilona Wirth fehlte in den kommenden erfolgreichen Jahren in keinem Punktspiel. Und der TTC Albungen überraschte in dieser Zeit die Konkurrentinnen aus Nordhessen mit starken Leistungen. Die erste Landesliga-Saison schlossen die Damen 1976 mit dem 4. Platz und Rang drei bei den hessischen Pokalmeisterschaften ab. Es folgten weitere zehn erfolgreiche Jahre in der Landesliga, in dem das Albunger Team die Farben des Tischtenniskreises Eschwege prächtig vertrat. Zweimal, 1979/80 und 80/81, holte sich der TTC sogar die Vizemeisterschaft, scheiterte 80/81, als sich das Team mit Elke Gerstenberg und Elisabeth Rübeling noch verstärkte, nur um einen Punkt am Aufstieg in die Hessenliga. In der immer stärker werdenden Landesliga schlug aber im Spieljahr 85/86 die Abschiedsstunde, auch in der Gruppenliga blieb die Mannschaft bis 1987/88 zusammen. Der 2. Platz bei den Hessischen Pokalmeisterschaften war zugleich das Abschiedsgeschenk für Ilona Wirth und Elke Ruff, die eine andere Herausforderung suchten.
Es folgten zehn etwas magerere Jahre, in denen eine von vier Albunger Damenmannschaften aber immer auf Bezirksebene spielte. Neue Spielerinnen schlossen sich dem TTC an, aber auch aus den eigenen Reihen schafften Spielerinnen den Sprung in die 1. Mannschaft, wobei der Verein auch von der engagierten Arbeit seiner ehemaligen Jugendwarte Helmut Wiegand und Edgar Wilhelm profitierte. An zwei erfolgreiche Perioden denkt der Albunger Nachwuchs besonders gern zurück: Waren Ende der 60-iger Jahre die Albunger Jungen auf Kreisebene führend, hatte die weibliche Jugend Mitte der 80-iger Jahre ihre Blütezeit, als sie bis in die Gruppenliga vorstieß.
Der größte Erfolg: 2002/03 in die Hessenliga
In der Saison 97/98 meldeten sich die TTC-Damen als Vizemeister der Bezirksoberliga in der Elite zurück. Christiane Jacob und Mareike Göbel wechselten zum TTC, gemeinsam mit Brunhilde Beyer-Friedrich und Nina Gries schaffte das Quartett den Sprung in die Verbandsliga. Die „Zweite“ mit Christa Beck, Claudia Stübner, Silke Staroszyk, Margot Furchert und Helgard Bartholomäus wurde Bezirkspokalsieger. Als sich auch noch Nicole Stöber-Iwanyzkij dem TTC anschloss, gewann das Damenteam noch mehr an Schlagkraft. Am Ende der Saison 2002/03 war es dann soweit: Der TTC Albungen feierte die Meisterschaft der Verbandsliga Nord, stieg in die höchste hessische Spielklasse, die Hessenliga auf. Zweifellos der bisher größte Erfolg dieses Clubs, der in der Fachwelt einiges Aufsehen erregte und große Anerkennung fand. Denn der TTC stellte damit die ranghöchste Damenmannschaft des TT-Kreises.
Das Team um Christiane Jacob konnte sich allerdings nicht in der starken Hessenliga halten, nach nur einer Saison führte der Weg in die Verbandsliga zurück, wo sie heute noch aktiv ist. Eine prächtige Leistung zeigt seit Jahren auch die 2. Damenmannschaft, die in der Bezirksoberliga ständig eine Spitzenposition einnimmt und sich als adäquater Unterbau der „Ersten“ erweist. Zwei Damenmannschaften in oberen Spielklassen, das schafften nur wenige der Kreisvereine. Zumal zwei weitere Albunger Damenteams auch noch in der Kreisliga mitmischten. Aus den Tatsachen folgernd, ist es wirklich nicht übertrieben, vom TTC Albungen als der „Damen-Hochburg des Kreises“ zu sprechen.
Aber Tischtennis war für die Frauen und Mädchen des TTC Albungen nicht alles. In den 80-iger Jahren wuchs das Interesse an der Gymnastik, und so entschloss sich der Vorstand zur Gründung einer Abteilung Gymnastik. Auch der Radfahrverein öffnete sich für die Gymnastik, und seither nutzen die Frauen und Mädchen beider Clubs den Montag, um sich mit Gymnastik und Spielen fit zu halten. Und manchmal verirren sich sogar einige Männer in diese Übungsstunde.
Die Sensation von 1964
Ganz so spektakulär ist die sportliche Bilanz der Albunger Männermannschaften nicht. In den 50 Jahren haben aber auch die Männer so manchen großartigen Erfolg an ihre Fahne geheftet. Das begann schon sehr früh. Es war eine echte Sensation auf Kreisebene, als die Underdogs aus Albungen, nämlich Wolfgang Stöber, Rolf Wiegand und Jürgen Bartholomäus, am 25. April 1964 mit einem 5:2-Sieg gegen den Favoriten SV 07 Eschwege die Landrat-Höhne-Plakette gewannen, zum ersten Mal Kreispokalsieger wurden. Das war Motivation für weitere Glanztaten. In den folgenden Jahren etablierte sich der TTC in
der Herren-Kreiselite, reihte Sieg an Sieg. Erster Höhepunkt das Spieljahr 1967/68: Die Kreismeisterschaft in der A-Klasse und als krönender Abschluss der Aufstieg in die Bezirksklasse 2, den sich die Mannschaft in einer dramatischen und unvergessenen Aufstiegsrunde in Ostheim erkämpfte.
Fortan spielte der TTC Albungen auch hier eine gute Rolle. Die Steigerung in der Saison 72/73, als sich das Team Wolfgang Stöber, Jürgen Bartholomäus, Rolf Wiegand, Fritz Furchert, Peter Just und Wolfgang Schnell den Aufstieg in die Gruppenliga erkämpfte. Es wurde aber nur ein einjähriges Gastspiel und wenig später musste der TTC sogar die Bezirksliga verlassen.
Von Untergangsstimmung aber keine Spur am Fuße des Fürstensteines, obwohl starke Spieler wie Wolfgang Stöber und Jürgen Bartholomäus aus beruflichen Gründen den Club verließen.
Da sich Erfolge nicht erzwingen lassen, dauerte es zwölf Jahre, ehe die Albunger wieder in den Elitekreis zurückkehrten. Vom „Heiligenstein“ erst in das Gasthaus Ruelberg, dann in die neue Sporthalle umgezogen, pendelte das Männerteam von 1974/75 bis 85/86 ständig zwischen der Kreis- und Bezirksklasse. Wie bestellt, überreichte die 1. Mannschaft 1987, im Jahr des 25-jährigen Jubiläums, dem Club mit der Meisterschaft in der Bezirksklasse ein tolles Geburtstagsgeschenk. Ab 1990/91 spielten die Männer sogar in der Bezirksliga. Aber nur ein Jahr, wieder waren Spielerwechsel der Grund, dass das Team bis 95/96 in die Kreisliga absackte.
1997 ein neues Kapitel
Mit der Kreisliga-Meisterschaft der Albunger im Spiel-jahr 96/97 und der Rückkehr in die Bezirksklasse schlug der Club ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte auf. Mit dem zum TTC gestoßenen Reiner Beck zog das Team nach vier weiteren Jahren als Bezirksklassensieger 2002, diesmal genau zum 40-jährigen Jubiläum, wieder in die Bezirksliga ein. Die Meistermannschaft setzte Reiner Beck, Heiko Zeuch, Thomas Hiebenthal, Edgar Wilhelm, Timo Beck, Wolfgang Elbrecht und Reiner Friedrich ein. Drei Jahre dauerte das Gastspiel diesmal, dann hatte die Bezirksklasse den TTC wieder.
Aber schon ein Jahr später (2004/05) hieß der Bezirksklassenmeister erneut TTC Albungen, der in der Bezirksliga mit seinem verjüngten Team für viel Furore sorgte. Die Mannschaft mit Timo Beck, Nicola Beck, Heiko Zeuch, Thomas Hiebenthal, Tino Görke und Uwe Schindewolf schaffte jedenfalls den Klassenerhalt. Der Umbruch der Mannschaft, der Einbau junger und talentierter Kräfte machte sich bezahlt. Dem Team (mit Neuzugang Timo Herold) gelang es jedenfalls, sich in der Bezirksliga festzusetzen und an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen.
Aber nicht nur die Mannschaften auf Verbands- und Bezirksebene imponierten mit gleichbleibend guten Leistungen. Auch in der Breitenarbeit und auf Kreisebene leistet der TTC Albungen bemerkenswertes, was ihm in den Jahresbilanzen von Kreispressewart Helmut Wiegand stets Spitzenplätze einbrachte. Die 3. Damenmannschaft behauptet sich in der Kreisliga, und die Herrenteams 2 und 3 gehören in Kreisligen und Kreisklassen zur Spitze. Und das schon seit vielen Jahren, wie zahlreiche Meisterschaftsurkunden und Aufstiege beweisen.
Nicht ganz einfach ist die Jugendarbeit in unserer kleinen Gemeinde, weil andere Interessen und berufsbedingte Wechsel der Talente diese Arbeit behindern. Es ist sehr schwer, den Nachwuchs an den Verein binden. Dennoch wird die Jugendarbeit nicht aufgegeben, und so blickt der TTC Albungen doch recht optimistisch in die Zukunft.
Die erfolgreichen Damen
Nico Beck, Spieler der 1. Herren-Mannschaft und Macher der Vereins-Homepage, führte die Chronik der letzten Jahre fort: Die erfolgreichen Zeiten, auf die der Vorsitzende Siegfried Furchert hoffte, stellten sich im ältesten Verein des Altkreises Eschwege auch tatsächlich ein. Das Aushängeschild des TTC blieb das Damenteam in der Verbandsliga. Mit zwei 3. ('08 und '10), zwei 4. Plätzen ('06 und '09) sowie einem 5. Rang ('07) erreichte die kreisweit drittbeste Mannschaft hinter dem Eschweger TSV (Verbandsliga) und MTV Unterrieden (Hessenliga) großartige Platzierungen in den jeweiligen Abschlusstabellen.
Und auch in der laufenden Saison 2011/12 mischte das Albunger Team in der Formation mit Christiane Jacob, Nicole Iwanyzkyi, Mareike Göbel, Martina Becker und Brunhilde Beyer-Friedrich wieder an der Spitze mit. Jedenfalls muss sich die TTC-Truppe vor den zahlreichen leistungsorientierten und offensivstarken Jungspielerinnen der gegnerischen Clubs keineswegs verstecken. Ganz im Gegenteil. Auch in der Zukunft wird das Albunger Damenteam nicht aus der Verbandsliga wegzudenken sein. Ja wer weiß, vielleicht gelingt ihm ja noch einmal ein ganz großer Wurf.
9/10: Herren I - die beste Platzierung aller Zeiten!
Nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga konnten sich die Herren der 1. Mannschaft in dieser Klasse etablieren und starteten im August 2010 in die sechste Bezirksliga-Spielzeit in Folge. Mit dem 9. Platz wurde die Klasse in der Saison 2005/2006 gehalten und im zweiten, dem "verflixten zweiten Jahr", konnte es sich sogar verbessern und auf Rang fünf klettern. Doch die beiden darauffolgenden Jahre waren von schwachen Saisonstarts und zahlreichen Problemen innerhalb des Teams geprägt, sodass die Besetzung Timo Beck, Nico Beck, Tino Görke, Timo Herold, Heiko Zeuch und Marco Sippel nicht über einen unteren Mittelfeldplatz hinauskam. Mit Michael Leidenfrost stieß im Jahr 2009 vom Ligakonkurrenten MTV Unterrieden ein erfahrener Spieler zum Team. Mit Leidenfrost nahm eine noch nie dagewesene Spielzeit 2009/10 ihren Lauf. Besucht von vielen Zuschauern pro Partie, spielten das 1. Herrenteam überragendes Tischtennis und konnten sich am Ende der Saison in der Besetzung Nico Beck, Tino Görke, Timo Herold, Timo Beck, Michael Leidenfrost und Heiko Zeuch über die beste Platzierung eines Herrenteams in der 48-jährigen Vereinsgeschichte freuen: Über den 3. Platz in der Bezirksliga 3.
Im Spieljahr 2010/11 knüpfte die Beck-Truppe, die in gleicher Besetzung spielte, nahtlos an die guten Leistungen des Vorjahres an. Mit ausgeglichenem Konto von 22:22 Punkten landete die Mannschaft in der starken Gruppe 3 auf Platz 6. Aber jede Erfolgsserie reißt einmal. So auch die der „Ersten“, die im Spieljahr 2011/12 eine Pechsträhne erwischte: Nach viel Verletzungspech rutschte die Mannschaft in der Vorrunde bis auf den letzten Platz ab. Mit Beginn der Rückrunde, in der stärksten Formation, begann aber eine unglaubliche Aufholjagd: Der TTC bewies Nervenstärke,
schaffte mit einer großartigen Siegesserie tatsächlich noch den Klassenerhalt! Der Mannschaft mit Nico und Timo Beck, Tino Görke, Timo Herold, Michael Leidenfrost und Heiko Zeuch ein großes Kompliment!
„Jetzt erste recht!“
Die 2. Damenmannschaft durchlebte in den Jahren 2006 bis 2010 ein Wechselbad der Gefühle. Mit den Neuzugängen Martina und Christina Becker sowie Sarah Schneider gewann das Team drei ambitionierte Neuzugänge und mehr Qualität hinzu. Doch auch die Konkurrenz in der Bezirksoberliga verstärkte sich, sodass die Saison 2007/2008 mit dem Gang in die Bezirksliga beendet werden musste. Aber nach dem Abstieg machte sich in der jungen Mannschaft mit Martina Becker, Sarah Schneider, Christina Becker, Silke Staroszyk und Nina Asseln eine "Jetzt-erst-Recht-Stimmung“ breit. Und tatsächlich: Der sofortige Wiederaufstieg gelang in eindrucksvoller Manier. Personell durch Verletzungen und viele Schwierigkeiten arg gebeutelt, war am Ende einer problematischen Spielzeit 09/10 leider erneut der Abstieg zu verzeichnen. In der Bezirksliga 2 spielte das umgestellte und verjüngte Team mit Sarah Schneider, Nina Asseln, Christa Beck, Silke Staroszyk, Nele Freitag und Melanie Aue in der Saison 11/12 eine gute Rolle, spielte in der Spitzengruppe mit.
Die Meister in der Kreisliga
Auf Kreisebene - wo zwei Herren und ein Damenteam aktiv sind - beeindruckte vor allem das 2. Männerteam. Die Paradesaison war in Jahr 06/07, wo Albungen II schier unaufhaltsam zu zwei Titeln eilte. Mit den Neuzugängen Jürgen Schuppner und Tino Görke, der aus beruflchen Gründen nicht wie gewohnt in der 1. Mannschaft spielte, wurde das mit Uwe Schindewolf, Edgar Wilhelm, Uwe Kalthoff und Rainer Friedrich komplettierte Team Meister der Kreisliga. Görke, Wilhelm und Schindewolf setzten einer glänzenden Saison durch den Gewinn des Kreispokals endgültig die Krone auf. Trotz personeller Neuformierung konnte die Mannschaft die Spitzenposition in der Liga bestätigen. In der abgelaufenen Saison 11/12 konnte die Leistung der letzten Jahre nicht wiederholt werden. Verletzungspech warf die Mannschaft zurück, die den Klassenerhalt aber doch noch schaffte.
In den Kreisklassen aktiv in den vergangenen Jahren auch die 3. Damen- und die 3. Herrenmannschaft. Mit unterschiedlichen Erfolgen. Während die 3. Herren, das Oldie-Team des TTC, sich in der 2. Kreisklasse an der Spitze auf Platz zwei (!) behauptete, sind die Damen schon mit einem Mittelfeldplatz in der Kreisliga zufrieden.
Auch auf Turnieren erfolgreich
Fleißig traten unsere Akteure bei Meisterschaften und Turnieren an und verschafften sich und dem gesamten Verein großen Respekt. Mit dem 25. Jahr des Bestehens der eigenen Sporthalle in 2007 wurde ein auch für unsere Einzelspieler sehr erfolgreiches Jahr eingeläutet. Christiane Jacob feierte einen weiteren Kreismeistertitel der Damen-A-Klasse, den sie auch in den Folgejahren problemlos verteidigte. Von einer Favoritenstellung, wie sie Jacob bei den Damen be-hauptete, konnte bei den Herren keine Rede sein. Dennoch entwickeltensich die TTC-Herren zu starken Kontrahenten, die selbst für die Besten des Kreises eine große Hürde darstellten. In 2008 schafften Timo und Nico Beck eine Sensation, sicherten sich den Kreistitel im Doppel, schlugen dabei im Endspiel das ungeschlagene Bezirksmeisterdoppel des Vorjahres Stefan Börner/Dirk Hohmann (TuS Weißenorn). Ein Jahr später konnte Nico Beck gar vor Teamkamerad Tino Görke die Glückwünsche als Sieger der C-Klasse im Einzel in Empfang nehmen. Nico Beck war es auch, der sich im Jahr 2009 bei den Bezirksmeisterschaften sensationell für die Hessischen Meisterschaften der Klassen B und C qualifizierte, was zuvor noch keinem Albunger gelungen war. Nico Beck und Stefan Börner erkämpften sich hier sogar die Bronzemedaille, und wurden dafür vom Werra-Meißner-Kreis ausgezeichnet.
In den Club der "Tausender"
Gleich zwei Spieler, die seit Jahrzehnten zu den Stützen des Vereins zählen, konnten sich für ein nicht alltägliches Ergebnis ehren und beglückwünschen lassen: Herrmann Bartholomäus war im Jahr 2007 der erste Albunger, der 1000 Spiele für den TTC absolvierte. Nur ein Jahr später feierte Rolf Wiegand ein kaum zuvor erreichtes Szenario: Nur zwei Tage nach seinem 1000. Auftritt im schwarz-roten Trikot erreichte Wiegand auch in der Anzahl der erspielten Siegen die dritte Null angehängt: Mit 1000 Spielen und Siegen fast auf einen Schlag ist Rolf ein Unikum, der nach Hermann Bartholomäus als der zweiter TTCer in den "Club der Tausender" aufgenommen wurde. Aber er ist der Erste, der mehr als 1000 Mal als Sieger den Tischtennistisch für seinen Club verließ.
![]() Die Tischtennis-Sensation 1964: Die Youngster des TTC Albungen mit von links Wolfgang Stöber, Peter Schümann (Betreuer), Rolf Wiegand (mit Pokal) und Jürgen Bartholomäus gewannen gegen starke Konkurrenten erstmals die Landrat-Höhne-Plakette, den Kreispokal.
Die Albunger Mannschaft, die 1967/68 den ersten Aufstieg in die Bezirksklasse schaffte: Von vorn Wolfgang Stöber, Jürgen Bartholomäus, Rolf Wiegand, Peter Just, Günter Jung und Egon Jahn
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