Derby vor Rekord-Kulisse: Krimi vor 120 Zuschauern

(24.01.2016) Es war laut, es war emotional, es war beste Werbung für den Tischtennissport: Das Nachbarschaftsduell der beiden ranghöchsten Klubs TTC Albungen und TuS Weißenborn am Samstag, 23. Januar, hat alle Erwartungen übertroffen.

Insbesondere trifft dies auf die Zuschauerkulisse zu. Denn die war absolut außergewöhnlich. Gut 120 Zuschauer schauten sich dieses Bezirksoberliga-Derby in der Albunger Halle an. Nach den Oberliga-Zeiten des TTV 79 Eschwege rund um die Jahrtausendwende galt es eigentlich als utopisch, dass in den unteren Spielklassen solche Zahlen jemals erreicht würden. Doch es wurden sogar noch viele Fans mehr. Und die machten mit Trommeln, Rasseln und Glocken richtig Stimmung. Und ja: das beim Tischtennis!

 

 

Großes Kompliment an die Spieler beider Teams, die diese Atmosphäre aufsaugten, ein starkes und faires Spiel lieferten und zeigten, dass sie sich auch bei tollen Klatsch-Rythmen und viel Lärm konzentrieren können. So muss Tischtennis sein. Und so macht es auch den Fans Spaß.

Hatte alle Hände voll zu tun: Heinrich Junghans war für den Verkauf zuständig. Vielen Dank dafür!
Hatte alle Hände voll zu tun: Heinrich Junghans war für den Verkauf zuständig. Vielen Dank dafür!

 

Das war ein Spiel für die Geschichtsbücher: Der TuS Weißenborn (4.) hat das Duell der beiden besten Tischtennis-Herrenteams des Kreises beim TTC Albungen (2.) mit 9:5 gewonnen. Und das vor 120 (!) Zuschauern. Schon vor Spielbeginn dieser Bezirksoberliga-Partie waren 80 Besucher in der Halle – die TTC-Bestmarke von 71 Fans in einer Partie wurde bereits zu dieser Zeit überboten.

Wir liefern den Spielfilm dieser Rekord-Begegnung:

 

2:1

Die Halle bebt nach der Albunger Führung: Timo Beck und der angeschlagene Tobias Nießner schaffen die Sensation und besiegen das Weißenbörner Spitzendoppel Stefan Börner/Dirk Hohmann 3:2. Damit war nicht zu rechnen – der Sieg bringt das 2:0. Großer Jubel in der Turnhalle. Zuvor siegten bereits Nico Beck/Karl Simon. Glück für den Gast, dass Eike Freitag/Mario Hoßbach das Ruder im dritten Doppel gegen Tino Görke/Philipp Pudörius noch herumreißen und 3:2 gewinnen. So vermeidet der TuS den Fehlstart.

 

3:3

TuS erkämpft das Remis: Nachdem Nico Beck im ersten Einzel des Tages gegen Patrick Börner grade einmal elf Gegenpunkte zuließ, folgt der Schlüsselmoment des gesamtes Spiels: Albungens Nummer zwei, Karl Simon, spielt gegen TuS-Ass Stefan Börner groß auf und zwingt den besten Spieler des Kreises in den fünften Satz. Und in diesem sieht Simon wie der sichere Sieger aus: Er führt 9:4 und 10:7. Die TTC-Anhänger wittern einen Big-point, es brodelt gewaltig im Hexenkessel. Doch Börner lässt die Menge verstummen: Er geht volles Risiko, trifft seine Bälle und verwandelt beim 12:11 seinen ersten Matchball eiskalt. Der sonst so ruhige Spitzenmann jubelt ausgelassen. Er weiß, sein Sieg war eingeplant. Hätte er verloren, wäre dies ein großer Schritt des TTC zum Sieg gewesen.

 

3:5

Albungen im Hintertreffen: Nach dem Börner-Sieg wendet sich das Blatt. Denn auch Ralf Lenze gewinnt in fünf engen Durchgängen gegen Timo Beck. Am Nebentisch lässt Dirk Hohmann Philipp Pudörius nur wenig Chancen. Das Momentum ist klar auf Seiten des gastierenden Tabellenvierten. Und bleibt es auch noch.

 

5:7

Letzte Hoffnung auf einen Heimsieg: Auch im dritten Paarkreuz überragt der Gast. Albungen verliert insgesamt sechs Einzel in Folge. Auch Nico Beck verliert das Topspiel gegen Stefan Börner 1:3. Erst Karl Simon und Timo Beck bringen mit zwei Siegen die Hoffnung zurück.

 

5:9

Punktegaranten machen den Sieg klar: Doch der TuS lässt sich den verdienten Derbysieg vor dieser Rekord-Kulisse nicht nehmen. Lenze gewinnt wieder im fünften Satz (gegen Pudörius), Eike Freitag macht gegen Tino Görke den Sack zu. (nic)

 

Geburtstage

 

März: 1.3. Martina Krengel (32), 3.3. Axel Bartnik (60), 3.3. Alena Lange (18), 5.3. Kalle Simon (63), 8.3. Pascal Immig (27), 15.3. Bernd Großmann (51), 16.3. Johannes Deiters (7), 18.3. Erik Pritzkow (5), 22.3. Philipp Pudörius (36), 26.3. Carsten Bartnik (30), 26.3. Peter Just (73), 30.3. Sebastian Friedrich (38).

 

April: 5.4. Manfred Bentsche (57), 9.4. Horst Paulick (61), 14.4. Colleen Conradi (13), 26.4. André Mäder (45), 28.4. Gerdi Baumgard (78), 28.4. Stefan Just (44), 29.4. Werner Oppermann (75), 30.4. Günter Schreiber (71).