Geschichte der Herren

 

 

 

Die Sensation von 1964

Ganz so spektakulär wie bei den Damen ist die sportliche Bilanz der Albunger Männermannschaften nicht. In den 50 Jahren haben aber auch die Männer so manchen großartigen Erfolg an ihre Fahne geheftet. Das begann schon sehr früh. Es war eine echte Sensation auf Kreisebene, als die Underdogs aus Albungen, nämlich Wolfgang Stöber, Rolf Wiegand und Jürgen Bartholomäus, am 25. April 1964 mit einem 5:2-Sieg gegen den Favoriten SV 07 Eschwege die Landrat-Höhne-Plakette gewannen, zum ersten Mal Kreispokalsieger wurden. Das war Motivation für weitere Glanztaten. In den folgenden Jahren etablierte sich der TTC in der Herren-Kreiselite, reihte Sieg an Sieg. Erster Höhepunkt das Spieljahr 1967/68: Die Kreismeisterschaft in der A-Klasse und als krönender Abschluss der Aufstieg in die Bezirksklasse 2, den sich die Mannschaft in einer dramatischen und unvergessenen Aufstiegsrunde in Ostheim erkämpfte.

            Fortan spielte der TTC Albungen auch hier eine gute Rolle. Die Steigerung in der Saison 72/73, als sich das Team Wolfgang Stöber, Jürgen Bartholomäus, Rolf Wiegand, Fritz Furchert, Peter Just und Wolfgang Schnell den Aufstieg in die Gruppenliga (heute Bezirksliga) erkämpfte. Es wurde aber nur ein einjähriges Gastspiel und wenig später musste der TTC sogar die Bezirksliga (heute Bezirksklasse) verlassen. Von Untergangsstimmung aber keine Spur am Fuße des Fürstensteines, obwohl starke Spieler wie Wolfgang Stöber und Jürgen Bartholomäus aus beruflichen Gründen den Club verließen.

Da sich Erfolge nicht erzwingen lassen, dauerte es zwölf Jahre, ehe die Albunger wieder in den Elitekreis zurückkehrten. Vom "Heiligenstein" erst in das Gasthaus Ruelberg, dann in die neue Sporthalle umgezogen, pendelte das Männerteam von 1974/75 bis 85/86 ständig zwischen der Kreis- und Bezirksklasse. Wie bestellt, überreichte die 1. Mannschaft 1987, im Jahr des 25-jährigen Jubiläums, dem Club mit der Meisterschaft in der Bezirksklasse ein tolles Geburtstagsgeschenk. Ab 1990/91 spielten die Männer sogar in der Bezirksliga. Aber nur ein Jahr, wieder waren Spielerwechsel der Grund, dass das Team bis 95/96 in die Kreisliga absackte.

Aufstieg in die Bezirksliga 2001/2002: (von links) Reiner Beck, Timo Beck, Thomas Hiebenthal, Heiko Zeuch, Wolfgang Elbrecht, Edgar Wilhelm und Rainer Friedrich.
Aufstieg in die Bezirksliga 2001/2002: (von links) Reiner Beck, Timo Beck, Thomas Hiebenthal, Heiko Zeuch, Wolfgang Elbrecht, Edgar Wilhelm und Rainer Friedrich.

Die erfolgreichste Zeit: Beginn der Beck-Ära

Mit der Kreisliga-Meisterschaft der Albunger im Spieljahr 96/97 und der Rückkehr in die Bezirksklasse schlug der Club ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte auf. Mit dem zum TTC gestoßenen Reiner Beck, der in der Schweiz lebte und dort zu seiner erfolgreichsten Zeit in der Bundesliga spielte, zog das Team nach vier weiteren Jahren als Bezirksklassensieger 2002 wieder in die Bezirksliga ein. Die Meistermannschaft: Reiner Beck, Heiko Zeuch, Thomas Hiebenthal, Edgar Wilhelm, Becks Sohn Timo (19), Wolfgang Elbrecht und Reiner Friedrich. Drei Jahre dauerte das Gastspiel diesmal, dann hatte die Bezirksklasse den TTC wieder.

Aber schon ein Jahr später (2004/05) hieß der Bezirksklassenmeister erneut TTC Albungen, der in der Bezirksliga mit seinem verjüngten Team für viel Furore sorgte. Die Mannschaft mit Timo Beck, seinem Bruder Nicola Beck (17), Heiko Zeuch, Thomas Hiebenthal, Tino Görke und Uwe Schindewolf schaffte jedenfalls den Klassenerhalt. Der Umbruch der Mannschaft, der Einbau junger und talentierter Kräfte machte sich bezahlt. Dem Team (mit Neuzugang Timo Herold aus Eschwege) gelang es jedenfalls, sich in der Bezirksliga festzusetzen und an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen.

Bezirksliga, 3. Platz 2010: (v.l.) Nico Beck, Timo Beck, Michael Leidenfrost, Heiko Zeuch, Timo Herold und Tino Görke.
Bezirksliga, 3. Platz 2010: (v.l.) Nico Beck, Timo Beck, Michael Leidenfrost, Heiko Zeuch, Timo Herold und Tino Görke.

Besser als je zuvor:
Etabliert in der Bezirksliga

Im "verflixten zweiten Jahr" wurden die die Bezirksliga-Herren mit dem fünften Rang belohnt. Das Ergebnis guter Leistungen. Doch die beiden darauffolgenden Jahre waren von schwachen Saisonstarts und zahlreichen Problemen innerhalb des Teams geprägt, sodass die Besetzung Timo Beck, Nico Beck, Tino Görke, Timo Herold, Heiko Zeuch und Marco Sippel nicht über einen unteren Mittelfeldplatz hinauskam. Mit Michael Leidenfrost stieß im Jahr 2009 vom Ligakonkurrenten MTV Unterrieden ein erfahrener Spieler zum Team und ersetzte Sippel. Mit dem Neuzugang nahm eine noch nie dagewesene Spielzeit 2009/10 ihren Lauf. Besucht von gut 30 Zuschauern pro Partie spielte das 1. Herrenteam überragendes Tischtennis und konnten sich am Ende der Saison in der Besetzung Nico Beck, Tino Görke, Timo Herold, Timo Beck, Michael Leidenfrost und Heiko Zeuch über die beste Platzierung eines Herrenteams in der bis dahin 48-jährigen Vereinsgeschichte freuen: Über den 3. Platz in der Bezirksliga.Im Spieljahr 2010/11 knüpfte die Beck-Truppe, die in gleicher Besetzung spielte, nahtlos an die guten Leistungen des Vorjahres an. Mit ausgeglichenem Konto von 22:22 Punkten landete die Mannschaft in der starken Gruppe 3 auf Platz 6. Aber jede Erfolgsserie reißt einmal. So auch die der "Ersten", die im Spieljahr 2011/12 eine Pechsträhne erwischte: Nach viel Verletzungspech rutschte die Mannschaft in der Vorrunde bis auf den letzten Platz ab. Mit Beginn der Rückrunde, in der stärksten Formation, begann aber eine unglaubliche Aufholjagd: Der TTC bewies Nervenstärke, schaffte mit einer großartigen Siegesserie tatsächlich noch den Klassenerhalt! Der Mannschaft mit Nico und Timo Beck, Tino Görke, Timo Herold, Michael Leidenfrost und Heiko Zeuch ein großes Kompliment!

Meister 2015: (v.l.) Tino Görke, Nico Beck, Gerrit Kimpel, Tobias Nießner, Thomas Freitag, Timo Beck und Präsident Siegfried Furchert.
Meister 2015: (v.l.) Tino Görke, Nico Beck, Gerrit Kimpel, Tobias Nießner, Thomas Freitag, Timo Beck und Präsident Siegfried Furchert.

Aufstieg in die Bezirksoberliga - und das
mit bis zu 60 Zuschauern an eigenen Platten

Doch nach dem geschafften Klassenerhalt kam es zu einem erneuten kleinen Bruch. Wie bereits zuvor angekündigt, wechselte Spitzenspieler Nico Beck nach 16 Jahren im Albunger Trikot zum Verbandsligisten TTC Lax Bad Hersfeld. Und auch Timo Herold, der seit Jahren schon im Kasseler Raum lebte, verließ den TTC. Thomas Freitag kehrte indes nach Albungen zurück - das Vereinsjubiläum hatte sicherlich einen großen Anteil daran. Spielerisch geschwächt zog sich die Mannschaft dann freiwillig in die Bezirksklasse zurück, um auch mit Nachwuchstalent Tobias Nießner einen Neuanfang zu starten. Und dieser Plan ging auf. Timo Beck, Tino Görke, Thomas Freitag, Michael Leidenfrost, Heiko Zeuch und Tobias Nießner wurden Bezirksklassen-Meister und stiegen auf. Im Folgejahr hielten sie auch dank des Neuzugangs Gerrit Kimpel vom TSV Waldkappel die Klasse. 

Als in die Jahreshauptversammlung 2014 dann die Nachricht platzte, dass Nico Beck nach zwei Jahren in der Fremde zurückkehren wird, standen die Vorzeichen plötzlich ganz anders: statt Abstiegskampf ging es um den Titel. In der Saison 2014/2015 gelang das noch nie Erreichte: Nico Beck, Timo Beck, Tino Görke, Gerrit Kimpel, Thomas Freitag und Tobi Nießner wurden mit 42:6 Punkten Bezirksliga-Meister. 32:4-Doppelsiege der Stammmannschaft, dazu Nico Beck als Nummer eins, der mit 20:3-Siegen seine neue Spielstärke aus der Hessenliga zeigte und erstmals bester Spieler der Bezirksliga wurde, und zudem die frenetische Begeisterug der bis zu 60 Zuschauer bei Heimspielen waren wichtige Säulen auf dem Weg zum ersten BOL-Aufstieg in 53 Jahren TTC.

Abgerundet wurde dieser Erfolg durch eine zweite Meisterschaft: nämlich die der 2. Herren in der Kreisliga Gr. 1. Mehr dazu im nachfolgenden Text.

Kreisliga-Meister 2015: (v.l.) Johannes Arend, Uwe Schindewolf, Heiko Zeuch, Martina Becker, Michael Leidenfrost, Edgar Wilhelm und Andreas Schiller.
Kreisliga-Meister 2015: (v.l.) Johannes Arend, Uwe Schindewolf, Heiko Zeuch, Martina Becker, Michael Leidenfrost, Edgar Wilhelm und Andreas Schiller.

Die Meister in der Kreisliga:
Dominant in Meisterschaft und Pokalwettbewerb

Auf Kreisebene beeindruckte in der jüngeren Vergangenheit vor allem das 2. Männerteam. Die Paradesaison war in Jahr 06/07, wo Albungen II schier unaufhaltsam zu zwei Titeln eilte. Mit den Neuzugängen Jürgen Schuppner und Tino Görke, der aus beruflchen Gründen nicht wie gewohnt in der 1. Mannschaft spielte, wurde das mit Uwe Schindewolf, Edgar Wilhelm, Uwe Kalthoff und Rainer Friedrich komplettierte Team Meister der Kreisliga. Görke, Wilhelm und Schindewolf setzten einer glänzenden Saison durch den Gewinn des Kreispokals endgültig die Krone auf. Trotz personeller Neuformierung konnte die Mannschaft die Spitzenposition in der Liga bestätigen. In der abgelaufenen Saison 11/12 konnte die Leistung der letzten Jahre nicht wiederholt werden. Verletzungspech warf die Mannschaft zurück, die den Klassenerhalt aber doch noch schaffte.

           Doch im Jahr 2015 landete die Zweite den ganz großen Wurf. Mit Verstärkung Michael Leidenfrost aus der ersten Mannschaft bekam das Team den späteren Spitzenspieler der gesamten Kreisliga in seine Reihen. Und er führte die harmonisch auftretende Formation zum Aufstieg in die Bezirksklasse. Ein großartiger Erfolg des Sextetts, bei dem auch Martina Becker fleißig Punkte beisteuerte. Aber dem noch nicht genug. Beim Kreispokal in Reichensachsen trumpften Leidenfrost, Wilhelm und Schiller groß auf und sicherten sich trotz hochkarätiger Konkurrenz das Double.

Geburtstage

 

März: 1.3. Martina Krengel (32), 3.3. Axel Bartnik (60), 3.3. Alena Lange (18), 5.3. Kalle Simon (63), 8.3. Pascal Immig (27), 15.3. Bernd Großmann (51), 16.3. Johannes Deiters (7), 18.3. Erik Pritzkow (5), 22.3. Philipp Pudörius (36), 26.3. Carsten Bartnik (30), 26.3. Peter Just (73), 30.3. Sebastian Friedrich (38).

 

April: 5.4. Manfred Bentsche (57), 9.4. Horst Paulick (61), 14.4. Colleen Conradi (13), 26.4. André Mäder (45), 28.4. Gerdi Baumgard (78), 28.4. Stefan Just (44), 29.4. Werner Oppermann (75), 30.4. Günter Schreiber (71).